Autonomes Fahren ist eines der großen Themen in der Entwicklung neuer Fahrzeuge. Dies spiegelt sich zum einen in einer zeigenden Anzahl von Artikeln in Fachzeitschriften und Onlineportalen. Zum anderen gewinnt das Thema auch bei der Ausbildung an Universitäten immer mehr an Bedeutung. So findet seit 2008 jedes Jahr der Carolo-Cup in Braunschweig statt, bei dem sich studentische Teams mit selbst entwickelten autonomen Fahrzeugen im Maßstab 1:10 in drei verschiedenen Disziplinen messen: Rundfahrt, Hindernisfahrt und Einparken.

Der kommende Carolo-Cup im Februar 2017 wird jedoch ein Besonderer sein, da die Organisatoren massive Regelerweiterungen eingebracht haben und z.B. das Hindernisfahrt-Szenario mit einigen realitätsnahen Objekten erweitert haben. So treffen die Teams nun während der Hindernisfahrt auf Schilder, welche besondere Situationen beschreiben, Zebrastreifen, Sperrflächen, Überholverbote, uvm.

Unter den Teilnehmern befindet sich wie jedes Jahr auch das Team der RWTH Aachen – das Team GalaXIs. Das Team besteht aus sieben Studenten unterschiedlicher Fachbereiche, die erste Erfahrungen mit den Technologien des autonomen Fahrens sammeln möchten. Bei der Vorbereitung für den Carolo-Cup lernen die Studenten jedoch auf die harte Tour: Zeitdruck, Stress und Nachtschichten gehören quasi zur Natur eines jeden Carolo-Cup Teams. In diesem Jahr ganz besonders, da zusätzlich zu den üblichen Testzyklen noch die umfangreichen Regeländerungen im Vergleich zum letzten Jahr hinzukommen. Neben dem Aufbau einer neuen Teststrecke und der entsprechenden Schilder müssen für die neuen Problemstellungen innerhalb kürzester Zeit Algorithmen entwickelt und implementiert werden. Berücksichtigt werden müssen die nun variierende Fahrstreifenbreiten oder die neu eingeführten Schilder. Das Verwenden fertiger Softwarelösungen – z.B. für die Bildverarbeitung - wird dabei durch das Regelwerk verboten.

Die Erwartungen an das Team sind naturgemäß hoch, da das Aachener Team seit dem Beginn der Carolo-Cup Historie meist starke Ergebnisse einfahren konnte. Es bleibt spannend zu sehen wie die Teams mit den Regeländerungen umgehen und wie sich das Team aus Aachen in dieser neuen Umgebung schlagen wird. Ziel ist es, den Erfolg des zweiten Platzes 2016 zu wiederholen bzw. noch auszubauen. Fest steht schon jetzt, dass auch in diesem Jahr zukünftige Ingenieure dabei sind, die autonomes Fahren möglich machen werden, da sie durch die spielerische Herangehensweise im Umfeld des Carolo-Cup's Erfahrungen sammeln, die Vorlesung nur schwer vermitteln können.

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