Blog


Die Bereiche Fahrerassistenzsysteme und Automatisiertes Fahren erhalten im Moment große Beachtung in der Forschung, Industrie, Politik und Medien. Deshalb haben wir einen FAS Blog eingerichtet, in dem die an Uni-DAS e.V.  beteiligten Institute über aktuelle Themen, Entwicklungen und Projekte aus Universitätssicht berichten. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und Kommentieren der Einträge.

Die US-amerikanische Verkehrsorganisation NTHSA hat kürzlich bekanntgegeben, dass ein Fahrzeug des Typs Tesla Model S im Bundesstaat Florida am 7. Mai 2016 bei aktiviertem "Autopilot" einen schweren Unfall hatte. Nach vorläufigem Bericht passierte der Unfall, nachdem ein Sattelschlepper bei einer Kreuzung vor dem Tesla links abbiegen wollte. Der Fahrer sei an den Unfallfolgen gestorben. Der nachfolgende dialektische Blog diskutiert mögliche Schlussfolgerungen aus diesem Unfall.

Automatisiertes Fahren ist einer der Mega-Trends der Automobilindustrie. Der Traum, während einer langen und eintönigen Autofahrt ein Buch zu lesen oder das Smartphone zu bedienen, ist scheinbar zum Greifen nahe.

In der Tat sind die technologischen Fortschritte beachtlich. Schon heute sind Fahrzeuge im Premium-Segment dazu in der Lage, auf Autobahnen im unteren Geschwindigkeitsbereich weitgehend automatisch zu fahren. Dennoch wird vom Fahrer verlangt, das Verkehrsgeschehen ständig zu überwachen und jederzeit eingreifen zu können. Immerhin, vor wenigen Wochen hat der Gesetzgeber die Regeln für dieses sogenannte teilautomatisierte Fahren angepasst. [1] Der Fahrer muss nicht mehr zu jeder Zeit das Fahrzeug selbst steuern, sondern kann den teilautomatisieren Systemen einen Teil der Fahraufgabe überlassen. Aktuelle Systeme müssen aber nach wie vor vom Fahrer überwacht und notfalls übersteuert werden. Autofahrer müssen also – zumindest vorerst – auf Smartphones und Zeitung verzichten.

In den letzten Jahren wurden international verschiedene Wettbewerbe ausgetragen, in denen sich Entwickler- und Forscherteams aus aller Welt im Bereich der Fahrerassistenzsysteme und autonomer Fahrzeuge messen konnten. Beginnend mit den DARPA Grand Challenges im Jahr 2004, der DARPA Urban Challenge im Jahr 2007 und der Grand Cooperative Driving Challenge (GCDC) im Jahr 2011 wurden die Anforderungen von Wettbewerb zu Wettbewerb verschärft um stets realitätsnähere Umgebungen für die intelligenten Fahrzeuge von Morgen zu schaffen. Nachdem wir mit unserem Team AnniWAY die erste GCDC gewinnen konnten, werden wir bei der im Jahr 2016 ausgetragenen GCDC erneut teilnehmen. Dieser Blogeintrag stellt den Wettbewerb und die darin gestellten Aufgaben und Herausforderungen vor. In einem späteren Blogeintrag stellen wir unser Systemkonzept und die Ergebnisse des Wettbewerbes vor.

Die Baumaßnahmen zur Erweiterung des Testgeländes der Universität der Bundeswehr München sind abgeschlossen. Die einzelnen Teile des neu gebauten Rundkurses (Gesamtlänge etwa 4km) bieten sehr kleine bis sehr große Kurvenradien und ermöglichen eine flexible und abwechslungsreiche Streckengestaltung. Die Schlechtwegestrecke bietet Schotterpiste, Plattenstöße unterschiedlicher Höhe, sowie eine Fahrwanne mit Spezialbelag, die mit Wasser befüllt  eine sehr glatte Fahrbahn darstellen oder zum Herbeiführen von Aquaplaning genutzt werden kann. Ein Streckenabschnitt mit speziellem Flüsterbelag und im Boden verbauten Schallsensoren dient zur Ergründung akustischer Fragestellungen.

Adresse

Uni-DAS e. V.

Otto-Berndt-Straße 2
64287 Darmstadt

Telefon: +49 (0)721 9654-256
Telefax: +49 (0)721 9654-257