Blog


Die Bereiche Fahrerassistenzsysteme und Automatisiertes Fahren erhalten im Moment große Beachtung in der Forschung, Industrie, Politik und Medien. Deshalb haben wir einen FAS Blog eingerichtet, in dem die an Uni-DAS e.V.  beteiligten Institute über aktuelle Themen, Entwicklungen und Projekte aus Universitätssicht berichten. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und Kommentieren der Einträge.

Autonomes Fahren ist eines der großen Themen in der Entwicklung neuer Fahrzeuge. Dies spiegelt sich zum einen in einer zeigenden Anzahl von Artikeln in Fachzeitschriften und Onlineportalen. Zum anderen gewinnt das Thema auch bei der Ausbildung an Universitäten immer mehr an Bedeutung. So findet seit 2008 jedes Jahr der Carolo-Cup in Braunschweig statt, bei dem sich studentische Teams mit selbst entwickelten autonomen Fahrzeugen im Maßstab 1:10 in drei verschiedenen Disziplinen messen: Rundfahrt, Hindernisfahrt und Einparken.

Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf dem Gebiet des automatisierten Fahrens ist ein zentraler Bestandteil der Zielsetzungen von Uni-DAS e.V. Aus diesem Grund werden regelmäßige Doktorandenworkshops veranstaltet, die den Doktoranden der beteiligten Institute einen engen Austausch untereinander ermöglichen. Die Organisation des Workshops wird dabei abwechselnd von jeweils einem Institut übernommen und von den Doktoranden gestaltet. Somit wechselt auch der Veranstaltungsort reihum und die Teilnehmer erhalten die Möglichkeit, die verschiedenen Universitäten kennenzulernen.

Die US-amerikanische Verkehrsorganisation NTHSA hat kürzlich bekanntgegeben, dass ein Fahrzeug des Typs Tesla Model S im Bundesstaat Florida am 7. Mai 2016 bei aktiviertem "Autopilot" einen schweren Unfall hatte. Nach vorläufigem Bericht passierte der Unfall, nachdem ein Sattelschlepper bei einer Kreuzung vor dem Tesla links abbiegen wollte. Der Fahrer sei an den Unfallfolgen gestorben. Der nachfolgende dialektische Blog diskutiert mögliche Schlussfolgerungen aus diesem Unfall.

Am 5. Oktober 2016 eröffnet das Institut für Kraftfahrzeuge (ika) seinen neuen hochdynamischen Fahrsimulator. Das Konzept ähnelt dem des neuen Daimler Fahrsimulator in Sindelfingen und bietet ein Bewegungssystem mit sieben Freiheitsgraden. Hiermit kann eine Fahrt auf einer drei-streifigen Autobahn mit Beschleunigungen größer 10 m/s² dargestellt werden.

Automatisiertes Fahren ist einer der Mega-Trends der Automobilindustrie. Der Traum, während einer langen und eintönigen Autofahrt ein Buch zu lesen oder das Smartphone zu bedienen, ist scheinbar zum Greifen nahe.

In der Tat sind die technologischen Fortschritte beachtlich. Schon heute sind Fahrzeuge im Premium-Segment dazu in der Lage, auf Autobahnen im unteren Geschwindigkeitsbereich weitgehend automatisch zu fahren. Dennoch wird vom Fahrer verlangt, das Verkehrsgeschehen ständig zu überwachen und jederzeit eingreifen zu können. Immerhin, vor wenigen Wochen hat der Gesetzgeber die Regeln für dieses sogenannte teilautomatisierte Fahren angepasst. [1] Der Fahrer muss nicht mehr zu jeder Zeit das Fahrzeug selbst steuern, sondern kann den teilautomatisieren Systemen einen Teil der Fahraufgabe überlassen. Aktuelle Systeme müssen aber nach wie vor vom Fahrer überwacht und notfalls übersteuert werden. Autofahrer müssen also – zumindest vorerst – auf Smartphones und Zeitung verzichten.

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