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Im Rahmen des vom BMBF geförderten Projekts UNICARagil haben sich die führenden deutschen Hochschulen im Automobilbereich mit ausgewählten Spezialisten aus der Industrie zusammengeschlossen, um automatisierte Fahrzeuge und deren Architektur neu zu denken. Das Projektkonsortium unter der Leitung von Prof. Lutz Eckstein, Institut für Kraftfahrzeuge der RWTH Aachen, wird im Rahmen des vierjährigen Projektes eine disruptive, modulare Architekturen aus Hardware- und Softwarekomponenten für fahrerlose Fahrzeugkonzepte entwickeln. Ausgehend davon werden vier verschiedene Anwendungsfälle vom automatisierten Familienfahrzeug bis hin zum autonomen Lieferfahrzeug erforscht und prototypisch dargestellt.

Bereits von 1978 bis 1982 förderte das Bundesministerium für Forschung und Technologie (BMFT) das Projekt „uni car - Demonstration automobiltechnischer Forschungsergebnisse in integrierten Gesamtkonzepten von PKW-Versuchsmodellen“, in welchem ein Konsortium aus deutschen Universitäten vier fahrfertige Prototypen entwickelte. Viele der dort vorgestellten Innovationen finden sich heute in Serienfahrzeugen wieder.
40 Jahre später initiierte der wissenschaftliche Verein Uni-DAS e. V. das Projekt UNICARagil. Dieses knüpft an die Erfolge des uni car Projekts an. Neben den Uni-DAS Mitgliedern und weiteren Instituten dieser Universitäten wird das Projektkonsortium durch die Universität Stuttgart und die Industriepartner ATLATEC GmbH, flyXdrive GmbH, iMAR Navigation GmbH, IPG Automotive GmbH, Schaeffler Technologies AG & Co. KG und VIRES Simulationstechnologie GmbH verstärkt. Mit einem Gesamtvolumen von über 26 Mio. Euro bildet UNICARagil ein Leuchtturmprojekt der deutschen Forschung zum automatisierten Fahren, gefördert durch das BMBF. Bereits zum Projektstart am 8. März 2018 sagte der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel: „Der Bedarf an alltagstauglichen Elektrofahrzeugen ist groß, ob als Taxi oder Lieferfahrzeug. Wir wollen mit der Forschung dafür sorgen, dass Fahrzeuge entwickelt werden, die leistungsfähig, zuverlässig und emissionsfrei funktionieren. Mit UNICARagil starten wir ein in Deutschland einzigartiges Leuchtturmprojekt.“

Seit dem Projektstart ist ein Jahr vergangen und die Konzeptphase des Projekts wurde zu großen Teilen abgeschlossen. Die dem Projekt zugrundeliegenden Konzepte wurden im Oktober 2018 erstmalig auf dem 27. Aachener Kolloquium vorgestellt. Weitere Fachvorträge aus verschiedenen Teilarbeitspaketen des Projekts folgten noch im gleichen Jahr sowie Anfang 2019. So wurden beispielsweise die Ergebnisse der deutschlandweiten Nutzerbefragung mit 619 Teilnehmern zu deren Erwartungen an fahrerlose Fahrzeuge vorgestellt und veröffentlicht

Diese und weitere zukünftige Veröffentlichungen können Sie frei zugänglich unter www.unicaragil.de nachlesen. Auf der Projekthomepage finden Sie alle öffentlichen Informationen über das Projekt und werden in Zukunft auch über aktuelle Themen zum automatisierten Fahren informiert werden.

Im Projekt arbeiten derzeit über 100 wissenschaftliche Mitarbeiter an der Mobilität der Zukunft. Regelmäßig trifft sich dazu auch ein Großteil des Konsortiums an wechselnden Standorten, um Arbeitspunkte zu diskutieren und Ergebnisse vorzustellen. Auf dem letzten Konsortialtreffen im Februar wurden in Darmstadt die in der Konzeptphase entwickelten und teilweise bereits veröffentlichten Konzepte anhand ihrer zu erfüllenden Meilensteine vorgestellt und im Plenum besprochen. Dabei wurden die Konzept-Meilensteine in den Bereichen Funktionale Sicherheit, IT-Sicherheit, Bordnetz und IT-Infrastruktur, Plattform- und Aufbaumodulkonstruktion, HMI, Softwarearchitektur und Innenraumkonzeption abgeschlossen. Die verabschiedeten Konzepte werden im Laufe des Projekts über die Projekthomepage veröffentlicht.

Nach der Konzeptphase beginnt nun die Erstellung von Hardware und Software und damit die Umsetzung der entstandenen Konzepte. Im Laufe des Jahres 2019 werden erste Fahrzeugmodule fertiggestellt und aufgebaut sein. Ein erster fahrfertiger Plattformprototyp ist im ersten Halbjahr des Jahres 2020 zu erwarten.

Bleiben Sie auf dem Laufenden und folgen Sie uns auf Twitter, Facebook und LinkedIn. Dort versorgen wir Sie regelmäßig mit den neuen Entwicklungen rund um das Projekt. Natürlich werden Sie auch hier und auf der Projekthomepage unter www.unicaragil.de regelmäßig Projektupdates finden können.

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